Skiatlas Antholz
Über der malerischen Stadt Bruneck trohnt regelrecht der 2275 hohe Kronplatzgipfel mit seinem sonnigen Hochplateau. Der Südtiroler Parade-Skiberg verfügt über modernste Bahnen und Lifte, perfekte Beschneiungsanlagen und Abfahrten in drei Himmelsrichtungen. Die ostseitigen Pisten sind überwiegend leicht und familienfreundlich; anspruchsvolle Skisportler schätzen die Nordseite.
14 Orte im Pustertal bilden die Ferienregion Kronplatz, mit der im 13 Jahrhundert gegründeten Stadt Bruneck (838 m) als Zentrum. Mit ihren historischen Gebäuden, der malerischen Altstadt und der pittoresken Fußgängerzone gesäumt von exquisiten Geschäften und netten Cafés lockt sie zum Flanieren und Verweilen. Gleich von drei Orten (Reischach, Olang, St. Vigil) am Fuße des Kronplatzes geht es mit modernen Kabinenumlaufbahnen hinauf auf die breite, weitläufige und überwiegende baumfreie Kuppe des 2275 Meter hohen Gipfelplateaus. 104 Kilometer Abfahrten (in drei Himmelsrichtungen) bietet dieser Skiberg, den die Einheimischen liebevoll „großer Glatzkopf“ oder auch „Gugelhupf“ nennen. Wer auf dem Hochplateau ankommt, kann dort bei schönem Wetter das 360-Grad-Panorama bewundern. Am besten von der 11 Meter breiten Aussichtsplattform, über die die Concordia 2000, eine riesige 3,1 Meter hohe und über 18 Tonnen schwere Glocke, hängt. Mit seiner rundlichen, weitläufige Kuppe, den zahlreichen breiten und sehr gut angelegten Abfahrten sowie dem Waldgürtel in den Tal nahen Bereichen ähnelt der Kronplatz durchaus einigen Skibergen in den nordamerikanischen Rockys.
Pisten
Für den Einstieg am Vormittag empfehlen sich die ostseitig gelegenen Pisten - denn dort fällt die Sonne auf die Abfahrten. Und sie sind das ideale Terrain für lange, genussvolle Schwünge. Auf den vielen blauen(mehr als die Hälfte der Pistenkilometer am Kronplatz werden als blau eingestuft) und oft außergewöhnlich breiten Abfahrten (z.B. die Alpen-Piste) werden speziell Carvingfreunde und Einsteiger reichlich Freude haben. Allerdings wird gerade die Ostseite auch viel befahren. Eine schöne Spielwiese für Kinder wurde an der blauen Spitzhorn-Piste (Nr. 17) geschaffen. Im Kids Saftey Park (6 bis 14 Jahre) können auf einer Wellenbahn Kurven geübt oder auf der permanenten Rennstrecke (Zeitmessung) richtig Tempo gemacht werden. Und für weiteren Spaß sorgen die Jumps, Rails sowie die Halfpipe im neuen Fun-Park neben der Belverde-Piste (Nr. 7).
Loipen
Insgesamt fünf umfassend beschneite Talabfahrten bietet der Kronplatz. Echte Herausforderungen sind die beiden Talabfahrten nach Reischach hinunter - mit steiler Streckführung und 1300 Meter Höhendifferenz bei einer Gesamtlänge von fünf Kilometern: Sylvester (Nr. 1, herrlich kupiert, sehr abwechslungsreich) und Hernegg (Nr. 4, zwei sehr steile Teilabschnitte). Ein Tipp für Könner ist auch die schwarze Piste Piculin (Nr. 45, ein sehr steiles Teilstück), die über schön kupiertes Gelände ins ladinische Piculin führt. Von dort gibt es übrigens einen regelmäßigen Bustransfer nach Alta Badia.
Après Ski und mehr
Speziell für Kinder und Anfänger wurde im Talbereich von Reischach der „CroniExpress“, eine 8-er Kabinenbahn gebaut, die das sanfte Gelände (100 m breite Piste, Höhenunterschied 160 m) erschließt. Außerdem können die Kleinen auch am sonnigen Gipfel die ersten Kurven lernen - im „Croniworld“ mit Zauberteppich und Kinderschloss. Obendrein gibt es sehr leckeres Kinderessen im Restaurant „Croni“ plus eine kuschlige Indoor-Spielfläche. Eltern können ihren Sprösslingen hier bestens bei den Schwungversuchen zusehen. Übrigens: Rund 30 Skihütten und Bergrestaurants gibt es am Kronplatz - viele sind originell, urig und verwöhnen die Skifahrer mit sehr schmackhaften regionalen Speisen. Eine der schönsten ist die „Obereggen Alm“, eine kleine Hütte, die auf der Talabfahrt nach Olang liegt. In der warmen, gemütlichen Stube aus hellem Zirbenholz fühlt man sich sofort wohl. Ein Gedicht: Der „Apfelscheiterhaufen“, ursprünglich ein Arme-Leute-Essen, hier wird es aber als Gourmet-Dessert mit Äpfeln, Nüssen, Mandeln, Kirschkompott und Vanilleeis gereicht. Skimarathon und Schneeschuhwandern Ambitionierte Langläufer können im Januar am Pustertaler Skimarathon und im Februar am Gsiesertal-Lauf teilnehmen. Naturliebhaber schätzen die abwechslungsreiche Loipe von St.Vigil zur Pederühütte im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Zahlreiche ausgebaute Rodelbahnen, Eislaufplätze, Eisstockschießen, Reiten im Schnee und Pferdeschlittenfahren gehören zum Angebot der Ferienregion. Sehr beliebt ist auch das Schneeschuhwandern: Mehrmals pro Woche bieten Bergführer geführte Schneeschuhtouren an. Zum Apres-Ski bietet sich die große Terrasse des „K1“ direkt an der Talstation in Reischach an - dort ist fast immer fetzige Stimmung und am Abend lockt das „K1“ mit regelmäßigen Partys (z.B. Skilehrerball) Urlauber wie Einheimische an. In St. Vigil wird nach dem Skifahren im „Igloo“ (Talstation des Miara-Lifts) gefeiert, Live-Musik gibt’s regelmäßig im „Apres-Skistadl“ an der Talstation in Olang.
Quelle: www.adac-skiguide.de