Skiatlas Fassatal/Dolomiten (Silvester)
An der Grenze zwischen Moena und Canazei wartet das Val di Fassa mit dem 'Gipfeltreffen' der berühmtesten Dolomitengipfel auf. Attraktive Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade mit der markanten Kulisse von Sella, Marmolada, Langkofel und Rosengarten bieten abwechslungsreiches Skivergnügen für Könner ebenso wie für Kinder. Obendrein ist das Fassatal preisgünstiger als Grödnertal, Arabba oder Alta Badia, die sich ebenfalls um den Sellastock gruppieren.Unter den wilden Felsnadeln der Bergriesen schlängelt sich der kleine Avisio-Fluss wie in Zeiten vor der Erfindung des Skisports durch das ladinische Fassatal. Doch längst ist in den einst so stillen Dörfchen lauthals italienische Lebensart eingekehrt, mehrgeschossige Hotels und Apartments umringen die malerischen alten Dorfkerne, und moderne Bergbahnen führen hinauf in das skifreundliche Gelände unter den Felszacken der Dolomiten. Das Fassatal hat sich mit vielfältigen Skimöglichkeiten zu einer der bevorzugten Wintersportadressen entwickelt. Canazei ist der quirligste Wintersportort des Tals, viele Bars mit Live-Musik sorgen für Après-Ski-Unterhaltung bis spät in die Nacht. Gemütlicher geht es in Vigo und Pozza di Fassa zu. Auch Penia zu Füßen des Ciampac-Skireviers gelegen hat sich seinen typischen Bergdorf-Charakter bewahrt. Über Moena und die Alpe Lusia am Südende des Fassatals besteht die Möglichkeit zum Weiterfahren in das Fleimstal, mit Blick auf die mächtige Civetta und die steilen Zinnen des Pale di San Martino-Massivs.
Pisten
Die Skiregion Fassatal ist Mitglied im Verbund Dolomiti Superski. Zwar gibt es Skiverbindungen zwischen Buffaure und Ciampac sowie zwischen Belvedere und Co Rodella, von einer Skischaukel im eigentlichen Sinn kann jedoch nicht die Rede sein. Vielmehr wählt man aus einem der abwechslungsreichen Skigebiete aus, die sich links und rechts des Fassatals aufreihen. Das verhältnismäßig flache Gelände des Tals eignet sich für die ersten Versuche des Skinachwuchses. Erschlossen wird es von Pera und Vigo di Fassa. Von hier aus führen Sessellifte und Kabinenbahnen hinauf zu sonnenverwöhnten Schneefeldern der Ciampedie auf etwa 2000 m. Hier, am Fuß der mächtigen Felskathedralen des Rosengarten, finden Skifahrer vor allem gemütliche Abfahrten. Eine Aussichtsloge vis-à-vis ist am bis zu 2354 m hohen Buffaure-Gebirge zu finden. Besonders lohnend ist neben dem Panorama die lange Talabfahrt nach Pozza di Fassa. Sie verläuft erst auf breiten Hängen und mündet schließlich in das St. Nikolaustal. Auf der Westseite des Rosengarten, vom Fassatal über den Karerpass zu erreichen, liegt das weitläufige Gebiet Karezza. Der Einstieg ist an vier Stellen möglich, einer davon ist der Ort Karersee. Von dort aus bringt die Sesselbahn die Skifahrer bis an die steilen Felsen der Rotwand. Über gepflegte Pisten geht es dann am Fuß des bizarren Rosengartens entlang. Endpunkt ist die Kölner Hütte, die mit einer herrlichen Aussicht auf die Ötztaler Alpen, die Ortler- und Brentagruppe aufwartet. Viel Vergnügen bereiten auch die Skiwiesen in der Schneeschüssel unter dem Col Rodella (2485 m), der von Campitello aus mit einer Seilbahn zu erreichen ist, sowie die hindernislosen Schneehänge zwischen Pordoijoch und Belvedere (2423 m). Klein, aber fein ist die Ciampac-Region oberhalb von Alba und Penia, die als besonderen Kitzel als Talabfahrt eine schwarze, mehr als 3 km lange Extrem-Piste bietet. Etwas abseits liegt der Passo San Pellegrino mit allerdings sehr gut präparierten Pisten auf beiden Seiten. Sowohl Canazei als auch Campitello, das im Schatten der steinernen Zinnen des Langkofels liegt, bieten konditionsstarken Fahrern den Einstieg in die famose Sella Ronda, die Tagesumrundung des Sella-Massivs mit Ski und Lift. Wollen Eltern ausnahmsweise einmal ohne Nachwuchs entspannen, sind die Kleinen im Kinderland von Canazei gut aufgehoben. Bei schönem Wetter rutschen die Skizwerge in einem Park mit Märchenfiguren. Gegessen und gespielt wird im nahe gelegenen Kinderhaus.
Loipen
Das großzügige Loipennetz in der Ebene des Fassatals lässt keinen Wunsch offen. Es deckt sich teils mit der etwa 70 km langen Marcialonga-Wettbewerbsstrecke durch das Fassa- und Fleimstal. Mit Start in Moena zählt diese erstmals 1971 ausgetragene internationale Langlaufkonkurrenz alljährlich Tausende von Teilnehmer. Entlang der landschaftlich sehr eindrucksvollen Trasse inmitten der Felszacken der Dolomiten verfügt jede Ortschaft darüber hinaus über eigene Loipen und Rundkurse. Der längste Rundkurs ist 18 km lang und verläuft zwischen Canazei und Pozza di Fassa. In Canazei gibt es die Langlaufschule Fassa mit Übungsparcours. Äußerst schneesicher sind dabei die Strecken am Passo San Pellegrino (1918 m) sowie am Ciampac in über 2000 m Höhe. Die kurze Rundloipe ist von Alba aus bequem mit der Seilbahn zu erreichen.
Quelle: www.adac-skiguide.de


