Skiatlas Garmisch-Partenkirchen
Mit internationalem Flair, einem vielseitigen Freizeitangebot und abwechslungsreichen Skigebieten wartet der Olympiaort am Fuß des Wettersteingebirges auf. Im Blickpunkt steht dabei die 2962 m hohe Zugspitze mit dem schneesicheren Skigebiet am Zugspitzplatt. Das Classic-Gebiet zwischen Hausberg und Osterfelderkopf überzeugt nicht zuletzt wegen der großzügigen Talabfahrten.
Der Skibetrieb unter Deutschlands höchstem Berg begann im Jahr 1949. Das Zugspitzplatt war eine feine Adresse, nicht zuletzt weil man im Schneefernerhaus in feinem Ambiente übernachten konnte. Von seiner Anziehungskraft hat die Zugspitze bis heute nichts eingebüßt, dennoch zehrte man in Garmisch-Partenkirchen lange Zeit vom Ruhm vergangener Zeiten. Bereits 1936 fanden hier die Olympischen Winterspiele statt, 1978 folgte das bis heute letzte alpine Großereignis mit den Skiweltmeisterschaften. Positive Schlagzeilen macht Garmisch-Partenkirchen vor allem wegen des Neujahrsskispringens der Vierschanzentournee. Mit dem Zuschlag für die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2011 rückt die Marktgemeinde wieder ins internationale Rampenlicht. Für optimale Rahmenbedingungen wird die Infrastruktur Schritt für Schritt modernisiert: Zwei wichtige Zubringerbahnen ins Classic-Gebiet wurden bereits erneuert, weitere Projekte sind geplant.
Pisten
Kenner wissen, dass die unter dem Namen Classic-Gebiet zusammengefassten Skigebiete Osterfelderkopf, Kreuzeck und Hausberg sowie die Zugspitze vom Gelände her alles bieten, was sich der Ski- und Snowboardfan wünscht. Die größte Pistenauswahl bietet dabei das Classic-Gebiet, in dem gleich fünf großzügige Talabfahrten zur Wahl stehen. Am anspruchsvollsten ist mit Abstand die 3700 m lange, großzügig ausgebaute Kandahar, die vom Start bis ins Ziel einen Höhenunterschied von 940 m überwindet. Puren Genuss ohne furchterregende Steilstücke versprechen dagegen die Olympiaabfahrt sowie die Standard-Tonihütten-, Kochelberg- und Hornabfahrt, die allesamt rasante Waldschneisen und angenehm breite Hänge bieten. Sehr beliebt bei Anfängern ist der Kreuzwankl-Ski-Express mit seinen ausschließlich blauen Pisten und kurzen Übungshängen. Bei zu viel Andrang sollte man besser eine Etage nach oben wandern zum Osterfelderkopf unter der markanten Alpspitze, dort warten am Bernadeinlift neben einer abwechslungsreichen Piste auch verlockende Möglichkeiten abseits. Mit am schönsten sind die breiten und von der Sonne verwöhnten Hänge bei der Längenfelderbahn mit maximal mittelschweren Abfahrten. In Punkto Schneesicherheit und landschaftlichem Genuss ist das 7,5 km2 große Zugspitzplatt einfach Spitze: Auf dem kleinen Schneeferner beginnt der Skibetrieb in der Regel bereits Mitte November und endet erst Anfang Mai. Vom Tal aus sind die großzügigen Hänge hinter den mächtigen Felsmauern des Wettersteingebirges nicht einmal zu erahnen. Umso positiver überrascht dann die Weitläufigkeit des selbst im Hochwinter sonnenverwöhnten Zugspitzplatts. Die Pisten sind zweigeteilt: Der sanfte Schneeferner ist eine breite Skiwiese, auf der sich Einsteiger wohl fühlen. Anspruchsvoller ist das Gelände unterhalb davon, etwa die Pisten durch das Weiße Tal ins Brunntal, die Super G vom Wetterwandeck sowie die zahlreichen Varianten abseits davon. Für Slopestyler und Snowboarder wird im westlichen Bereich des Wetterwandecks ein großzügiger Park mit Kicker- und Railarea angelegt.
Loipen
Landschaftlich attraktiv und auch von Einsteigern zu bewältigen sind die Loipen am Ortsrand. Über die weiten Schneewiesen kann man vom Olympia-Skistadion bis nach Hammersbach und Grainau laufen. Etwas sportlicher sind die Strecken zwischen Kaltenbrunn und Klais, bei Gerold besteht Anschluss an das Wallgauer Loipennetz. Mehr Auswahl verspricht das großzügige Loipenangebot im nahen Oberammergau mit dem Graswangtal.
Après Ski und mehr
Der heilklimatische Kurort bietet ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, viele schöne Häuser, wobei vor allem die Ludwigstraße in Partenkirchen einen Besuch verdient. Sportliche Abwechslung gibt es in der Eishalle oder auf den Rodelbahnen. Ein Klassiker ist die steile Strecke von der Partnachalm, auf der alljährlich am 6. Januar das Hornschlittenrennen ausgetragen wird. Beliebt ist auch die Rodelbahn vom Grasberg mit Start beim kleinen, gemütlichen Wirtshaus St. Martin. Die längste Bahn beginnend am Hausberg ist mit der Seilbahn bequem zu erreichen und führt über das Bayernhaus zurück ins Tal. Das Rodeln ist hier eine Mordsgaudi, vor allem abends, wenn der Vollmond die Strecke in ein fahles, romantisches Licht taucht!
Quelle: www.adac-skiguide.de